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Bernina 330, Bernina 350PE, Bernina 380

Von 28. August 2018 Nähmaschinen
Allgemeines

Die Bernina 300er Serie besteht aus drei verschiedenen Modellen, sie sich nur in der Anzahl der Stiche und im Zubehör unterscheiden. Die Maschinen sind technisch identisch. Selbst das Aussehen ist gleich, lediglich die 380 hat eine schwarze statt einer silbernen Blende und eine Funktionstaste (Musterspiegelung) mehr.
Die 300er sind, wie alle hier vorgestellten Bernina Maschinen, elektronisch gesteuerte Maschinen. Als Nähtechnik ist ein CB-Greifer eingebaut der max. 5,5mm breite Stiche nähen kann. Dieser Greifer näht auch hauchdünne Stoffe super, selbst eine Maschine mit aktivem Obertransport kommt da nicht heran. Das Stichbild ist einmalig schön. Auch dicke Kappnähte sind dank der guten Konstruktion des Transporteurs kein Problem.

 

Nadelpositionierung

Die ist bei elektronischen Nähmaschinen selbstverständlich und eine wunderbare Erfindung und Arbeitserleichterung beim nähen. Sie brauchen nie wieder am Handrad drehen, die Nadelstellung oben oder unten lässt sich voreinstellen. Die Maschine hört dann immer in der gewünschten Position auf zu nähen. Dadurch ist auch eine äußerst exakte Antriebssteuerung möglich. Du tippst den Anlasser nur kurz an und deine die Maschine macht genau einen einzigen Stich und hält wieder in der voreingestellten Position an.

 

Kniehebel

oder auch FHS-System gennant.
Der Kniehebel ist ein wirklich tolles Teil – auch wenn man sich erstmal dran gewöhnen muss. Wenn du mit dem rechten Knie gegen den Hebel drückst hebt sich der Nähfuß an, so hast du immer beide Hände frei. Du kannst den Nähfuß natürlich auch dauerhaft per Hand hochstellen, trotzdem kannst du ihn mit dem Kniehebel senken und los nähen.
Der Transport versenkt sich bei Betätigung des Kniehebels, so dass er nicht beim einlegen des Stoffes stört. Hört sich simpel an, ist aber toll bei dicken Stoffen.
Der Kniehebel ist in der Bernina 330 nicht immer serienmäßig enthalten, in der 350 und 380 dagegen schon.

Bedienung und Display

Alle drei Modelle dieser Serie sind sehr ähnlich in den Bedienelemente, lediglich die 380 hat für die Spiegelfunktion und einen Knopf mehr.
Alle wichtigen Nähstiche haben eine Taste, damit sie direkt angewählt werden können.
Rechts neben dem Display könnt ihr die Stichlänge, Stichbreite und Stichlage verstellen auch während des nähens. Im Display werden diese Werte grafisch angezeigt. Unter dem Display sind die Tasten für Nadel oben/unten, Musterende und bei der 380 fürs spiegeln.
Oberhalb der Stichtasten ist die Speicherfunktion und die Alphabetauswahl.
Die Maschinen haben einen Speicher für max. 30 Zeichen, egal ob Buchstaben oder beliebige Stiche. Der Inhalt des Speichers bleibt beim ausschalten der Maschine erhalten.

Neben den direkt anwählbaren Stichen haben die Maschinen noch viele zusätzliche Zierstiche, Alphabete und Knopflöcher.
Wenn ihr die Raute Taste drückt könnt ihr eine Stichnummer eingegeben. Auch diese Stiche sind alle vorprogrammiert und können sofort genäht werden, du musst nichts weiter verstellen.

Knopflöcher funktionieren vollautomatisch.
Du nähst auf einem möglichst gleichen oder ähnlichen Stoff ein probeknoploch.
Die Maschine fängt mit der linken Raupe an zu nähen, wenn die gewünschte Länge erreicht ist, drückst du kurz die Rückwärtstaste, ab jetzt macht die Maschine alles alleine. Sie näht einen Geradstich rückwärts bis zum Anfang des Knopfloches, und näht dann die rechte Raupe über diesen Geradstich und abschließend den Endriegel.
Das nächste Knopfloch wird jetzt vollautomatisch genäht.
Wichtig:
Beide Seiten des Knopfloches werden im Vorwärtsstich genäht, nur so wird das optimale Stichbild erreicht. Nicht beide Raupen rückwärts, wie viele andere elektronische Maschinen, und schon garnicht eine Raupe vorwärts und die andere rückwärts wie die meisten mechanischen Maschinen.

Quilten, Freihandnähen, Stopfen

Die Bernina 300 hat eine eingebaute Stopfeinrichtung. Sobald der spezielle Nähfuß dafür angebracht ist, hebt die Nähfußstange sich automatisch bei jedem Stich etwas an. Du brauchst nicht den üblichen lästigen Freihandfuß der von der Nadelstange angehoben wird und meist ziemlich klapprig ist.
Mit dieser Technik lassen sich die ausgefallensten Arbeiten machen.
Ein kleiner Wehrmutstropfen – der erforderliche Nähfuß gehört nicht zum Lieferumfang, kann aber dazu geakuft werden.

dickes Ziergarn

Die Bernina kommt sehr gut mit dickem Garn zurecht. Der dickst mögliche Faden ist ein 30er Garn, früher nannte man das Knopflochgarn, weil damit Knopflöcher von Hand genäht wurden. Dazu wird eine spezielle Nadel benötigt, die ein sehr großes Öhr hat, ich benutze die Nadel Schmetz 130N in Stärke 90.
Über die abgebildete Kappnaht der Jeans näht die Bernina problemlos drüber.

Stretchstiche

Die 300er Serie verfügt natürlich auch über die üblichen Stretchstiche, offener und geschlossener Overlockstich, Dreifach-Geradstich und noch einige mehr.
Diese Nähte sind alle in Stichlänge und -breite veränderbar. Das geht grundsätzlich nur bei elektronischen Maschinen.

Nähen ohne Fußanlasser

Durch drücken der oberen Taste (die mit den kleinen schwarzen und weißen Punkten) näht die Maschine los, ohne den Anlasser zu betätigen. Die Geschwindigkeit lässt sich mit dem darüberliegendem Schieberegler einstellen, drückt ihr den Knopf erneut, hört sie auf zu nähen.
Hier gibt es leider auch einen Minuspunkt:
Diese Funktion sollte gesperrt sein solange der Fußanlasser an der Maschine angeschlossen ist, ist sie aber nicht.
Der Schieberegler für die Geschwindigkeit sollte auch beim nähen mit Fußanlasser aktiv sein, ist er aber nicht.
Darum stelle ich beim nähen mit dem Anlasser den Schieberegler immer auf ganz langsam, da er beim nähen mit Anlasser keine Funktion hat stört es nicht. Wenn ich jedoch mal versehentlich auf die Starttaste drücke rast die Maschine nicht sofort los.

Fazit

Bernina ist wirklich das Beste was in dieser Preislage zu haben ist. Die Qualität der Mechanik ist absolut Oberspitze. Der CB-Greifer näht ein Stichbild zum staunen. Auf hauchdünnen Stoffen nähen diese Maschinen einen perfekten Stich, da kommt keine andere mit, auch nicht mit aktivem Obertransport. Es macht wirklich Spaß mit der Bernina zu nähen, Nadelpositionierung, Kniehebel, tolles Knopfloch – rund um ein großartiges Näherlebnis.
Von allen drei Modellen bevorzugen wir die 350PE. Sie den Kniehebel und einen passiven Obertransport dabei. Der Obertransport hilft super bei sehr dicken weichen Stoffen und Leder.

Die 380 ist nicht unseres, sie hat für uns keinen technischen Mehrwert gegenüber der 350PE.

Die Bernina 350 PE ist tolle Maschine für anspruchsvolle Hobbynäherinnen.

An Diskussion beteiligen 2 Kommentare

  • Ana sagt:

    Hallo SchwaaBa Team,
    Ich freue mich (sehr!) diese Seite gefunden zu haben. Leider habe ich jetzt gerade eine Gritzner 788 Overlock gekauft…hätte ich das hier früher gesehen, hätte ich sie denn bei Ihnen gekauft!.
    Ich bin aber auf diese Seite gekommen, weil ich auch eine andere Maschine suche, eine Computermaschine. Ich bin eigentlich ein Fan von Pfaff und habe eine 362 und eine 1209 und bin sehr glücklich damit, deswegen war ich eh dafür noch eine Pfaff zu kaufen. Ich habe auch eine Brother Innovi’s 350, die ich 2008 gekauft habe. Ich habe die nur einmal in Wartung gehabt und jetzt sieht so aus, dass Sie den Geist abgegeben hat-Ich lebe allerdings momentan in Argentinien und hier lasst sie sich nicht reparieren, weil die Teile, wenn es sie gäbe, hier sowieso nicht zu finden sind- Deswegen suche ich eine neue Computermaschine. Mit meine Brother war ich solala zufrieden….ich hatte auch schon gedacht, dass meine Ansprüche, eine Nähmaschine zu haben die gut über alles gehen kann, ob Seide, Jersey oder Canvas oder auch Leder, nicht zu treffen ist…so habe ich auch noch eine Adler 30-1, die eigentlich ein Fehlkauf war, und eh nur als Deko da steht…Ich war auch nicht überzeugt, dass ich eine Bernina kaufen sollte, nicht für die Preise die sie haben und war jetzt eh der Meinung ich sollte eine gute Pfaff 1471, 1473 oder 1475 finden…die noch in Deutschland hergestellt würden…Aber ich bin auf diese Seite gelandet und so gute Erklärungen gefunden, was die Unterschiede zwischen Greifer angeht oder dass Sie genauso die selbe Ansprüche haben wie ich(!) und dass sie doch zu erfüllen sind, und zwar bei eine einzige Maschine und zwar die Berninas von denen Sie hier berichten (was ich auch sehe ist dass sie weder die Bernina 350P noch die 540 zum Verkauf haben). Ich glaube, mir würde auch wahrscheinlich die 350p reichen…auch von Preis her…aber sie preisen den Greifer von der 540 so hoch…und ich bin jetzt erst nach so viele Jahre nähen und zwar alles-aber alles-Mögliche auf den Punkt gekommen, dass ich doch so eine Investition machen sollte…
    Können Sie für mich vielleicht noch ein bisschen Klarheit da bringen, was hätte ich unverzichtbares bei der 540 gegen die 350p? Und wäre ich da besser dran als bei den alten Pfaff komplett made in Germany, wenn ich eine gute finde? Ich habe ein Händler in USA gefunden, die sie total auf neu verkaufT und für ugf. 1000€…natürlich ist das mit den Zoll noch ein Ding…aber jetzt bei diese Entdeckung hier…kribbelt im Bauch in eine andere Richtung…
    Vielen Dank und Hut ab! für diese Posts hier! So eine Beratung ist echt ein Schatz!
    Ana