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Wann muss eine Overlock oder Cover zur Inspektion? Wo kannst du eigenständig Ölen?

Wann muss eine Overlock oder Cover Maschine in die Inspektion?

Alle 2 bis 5 Jahre - warum?

Ovis und Cover-Maschinen sind technisch hoch anspruchsvolle Maschinen. Sie sind hoher Belastung ausgesetzt. Je nach deinem Nähverhalten mehr oder weniger.
Nähst du jeden Tag oder nur alle Jubeljahre? Benutzt du qualitativ hochwertiges Garn oder bist du ein Pfennigfuchser und kaufst minderwertiges Garn auf dem Stoffmarkt? Schimpf, mecker, motz.

Nähst du viel Stoffe, die stark fusseln oder aber nähst du nur aalglatte Stoffe, die sehr wenig Abrieb haben.
Wie du schon merkst, ist die Frage nicht mal eben pauschal zu beantworten.
Deshalb gebe ich meinen Kunden eine Range von 2 - 5 Jahren mit auf den Weg. Innerhalb dieses Zeitraums muss deine Maschine zur Wartung und generalüberholt werden.

Warum ist eine Generalüberholung so wichtig?

Was wir bei uns in der Werkstatt bei einer großen Generalüberholung machen

Das Thema Inspektion oder Generalüberholung ist so eine Sache.... Immer wieder hört man, wieso ist das so teuer oder vor zwei Jahren hab ich weniger bezahlt. Das kann gut sein!
Man darf keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Generalüberholung einer Overlock oder Cover ist kein geschützter Begriff. Also macht das jede Werkstatt so, wie sie es für richtig hält.
Gibst du deine Maschine in der Werkstatt A ab und deine Freundin in der Werkstatt B, zahlst du ggf. 140 € und deine Freundin ggf. "nur" 80 € und lacht sich ins Fäustchen. Pustekuchen!
Es ist immer die Frage, was wurde an der Maschine gemacht!!! Nen Kölsche Wisch dauert nicht lange, geht fix ist, aber auch nicht gründlich!
Bei einer teuren Investition einer Maschine sollte die Inspektion auch dementsprechend angepasst und gründlich sein. Denn nur dann hast du lange Freude an der Maschine und die Lebensdauer wird somit um einiges verlängert. Ich verstehe die Gedanken der Kunden, die eine günstige Maschine haben. 140 € im Verhältnis zu einer Maschine, die 260 € gekostet hat, ist unverhältnismäßig. Aber du musst auch verstehen, dass die Arbeit dieselbe ist. Egal ob die Maschine 250 € oder 1500 € gekostet hat. Der Aufwand für den Mechaniker ist derselbe. Dies aber nur mal am Rande, ich komme mal wieder zurück zum Thema, was erhältst du, wenn du deine Maschine bei Schwaaba zur Inspektion bringst.

  • Maschinenverschalung wird entfernt
  • Maschine wird gründlich gesäubert
  • Greiferspitzen werden geschliffen und poliert
  • Greiferabstand wird überprüft und nachjustiert
  • Greifernadelabstand wird überprüft und nachjustiert
  • Schlingenhub wird überprüft und eingestellt
  • Spannungen werden eingestellt
  • Messer und Messerstand werden überprüft und ggf. erneuert
  • Fadenführungssysteme wie z. B. Jetair werden gereinigt
  • Maschine wird ganz durchgesehen, geölt und gefettet mit speziellem Langzeitfett
  • Nadeln werden erneuert
  • Ggf. wird die Glühbirne durch eine LED ausgetauscht
  • Die Maschine wird auf verschiedenen Stoffen eingenäht und getestet.

Fett statt Öl

Das Geheimrezept ist das Langzeitfett. Langzeitfett ist extrem wichtig für die Maschinen und nicht mit Öl zu verwechseln. Sie sind einer hohen Belastung ausgesetzt. Normales Öl würde gar nicht lang genug halten. Erst recht nicht bei so viel Staub in der Maschine. Das wäre dasselbe als würdest du 500 g Mehl auf einen Tropfen Speiseöl kippen. Da wäre  nichts mehr geschmeidig. Deshalb muss hier ein Fett verwendet werden welches für hochbelastete Lager, Gelenke und Gewinde geeignet ist.

Fazit

Wenn du möchtest, dass deine Maschine lange lebt und du lange Freude an ihr hast, gib ihr hin und wieder einen Tropfen Öl und befreie sie vom Staub durch Auspinseln.
Gönn ihr alle 2-5 Jahre eine große Inspektion in einer guten Nähmaschinenwerkstatt und BITTE lass die Finger von allen Schrauben.

Wir freuen uns, wenn wir deine Maschine warten dürfen! Bei uns ist sie in guten Händen.
Gern senden wir dir auch eine Abholbox.

Die Technik unserer zwei Allesnäher von Bernette

Striptease ist angesagt

Haushaltnähmaschinen sind heute auf einem Ständerwerk aus Metall aufgebaut und dann mit Kunststoffschalen verkleidet. Bernette verwendet, Gott sei dank, hochwertigen Kunststoff, bei vielen anderen Modellen ist es leider nicht der Fall – daher lieben wir unseren Superkleber 🙂
Diese Konstruktion hat keine Nachteile gegenüber der alten Bauweise bei denen das Gehäuse tragende Funktion hatte. Mittlerweile gibt es Nähmaschinen die kein Ständerwerk aus Metall haben, sowas geht garnicht, die sind viel zu instabil.
Unser erster Test ist immer, wie einfach lässt sich das Gehäuse entfernen. Bei Bernette geht es ziemlich einfach. Es gibt keine versteckten Schrauben und die Gehäuseschalen sind nichti neinander gerastet (leider gibt es das viel zu oft ein Graus für jeden Mechaniker). Kopfdeckel, Freiarmdeckel, Stichplatte, Front- und Rückschale und tadaaaaa… schon ist die Maschine nackig.

Die Maschine hat ein sehr stabiles Ständerwerk. Die Stärke des Metall  hat eine gute Dicke. Damit die ganze Maschine nicht zu schwer wird, werden Versteifungen eingebaut. Ein stabiler Ständer ist für gute Nähmaschinen äußerst wichtig, weil nur so der Transport und die Nähtechnik exakt arbeiten können. Die Nadel und der Nähfuß sind am oberen Teil befestigt, der Greifer und der Transporteur am unteren Teil. Zwischen diesen oben und unten befestigten Elementen sollte ein möglichst geringer Spielraum sein, auch unter Belastung.
Der Abstand vom Greifer zur Nadel sollte 2 mm nicht überschreiten, wenn die Maschine eine wackelige Konstruktion hat, muss der Abstand vergrößert werden, sonst gibt es einen ständigen Nadelbruch. Das gleiche gilt für den Transport. Wenn der obere Teil der Konstruktion unter Belastung schon 2mm Spielraum zum unteren Teil hat, kann die Maschine nicht mehr gut transportieren.
Genau deshalb ist das Ständerwerk so wichtig.

Hier seht ihr die Vorderansicht des Ständerwerks mit der Armwelle. Heutzutage gibt es teilweise in  Nähmaschinen geteilte Armwellen, die sind dann in der Mitte mit einer Manschette verbunden. Diese Bauweise bringt  aber gerne mal Probleme mit sich. Die Armwelle der Bernette ist deshalb einteilig. Rechts seht ihr den Gurt, der den oberen Teil mit dem unteren verbindet. Bernette hat hier einen grob gezahnten Gurt verbaut, fein gezahnte Gurte springen unter Belastung gerne mal über und schon wäre ein Werkstattbesuch angesagt.

Die manuelle Fadenspannung, muss bei guten Nähmaschinen nur sehr selten verstellt werden, also keine Angst davor.
In der mittleren Preislage gibt es keine gut funktionierende automatische Fadenspannung – egal was behauptet wird.
Für uns, Mechaniker, ist es wichtig, dass es von außen einen Zugang zur Spannung gibt um die Grundeinstellung ggf. verändern zu können.
Berenette hat eine kleine Klappe ins Gehäuse gebaut, sehr löblich – danke 🙂

Der Nadelstangenantrieb ist für die Zick-Zack Bewegung zuständig – aber auch sehr schwer zu erklären.
Die Nadelstange ist ein sehr wichtiges Bauteil. Von ihr ist abhängig, welche Belastung die Nadelstange aushält ohne die Nadel abzubrechen.
Ganz oben rechts sitzt ein kleines Zahnrad vom Schrittmotor, die Bewegung wird von hier aus auf das weiße Segmentrad übertragen, jetzt kommt ein langer Hebel bis zum Drehpunkt und ein kurzer Hebel an dem die Nadelstange hängt. Durch dieses günstig ausgearbeitete Hebelverhältnis, braucht der Schrittmotor wenig Kraft um die Nadelstange seitlich zu bewegen. Jedoch braucht braucht sie umso mehr Kraft um sich nicht zu bewegen. Dicke Stoffe üben eine enorme Kraft auf die Nadelstange aus, wenn die Nadel viel Kraft benötigt um durch einen harten Stoff zu kommen. Dann bricht die Nadelstange gerne mal seitlich aus, wenn der Antrieb nicht gut konsturiert ist und zack – Nadel gebrochen. Bernette zeigt sich auch hier von einer hervorragenden Seite.

Machen wir mit dem unteren Teil weiter

Die wichtigsten Bauteile hier, der Greifer und der Transporteur. Bernette hat hier einen Horizontal-Greifer verbaut. Die Spulenkapsel sind hierbei immer aus Kunststoff. Die Spule wird in die Kapsel eingelegt, es gibt bei dieser Technik keine herausnehmbare Kapsel. Vorne rechts das kleine Teil mit der schwarzen Schraube ist der Mittelteilhalter. Wenn der nicht gut und stabil konstruiert ist, bringt das alles nichts.  Bernette hat den Mittelteilhalter auf einer stabilen Platte befestigt. So hat keine Möglichkeit sich zu verbiegen und die Spulenkapsel kann nicht verrutschen.  Bei vielen anderen Maschinen ist der Mittelteilhalter sehr wackelig konstruiert und schon sind Probleme vorprogrammiert. Bernette hat auch hier wieder Qualität bewiesen, es ist der stabilste Mittelteilhalter den wir bis jetzt, bei einem Horizontal-Greifer, gesehen haben.

Der Greifer hat eine sehr schmale Greiferbahn, so dass die Nadel nicht so leicht darauf stößt.

Hier seht ihr eine stabil gebaute Transportaufhängung. Die Transporteinrichtung muss möglichst genau aber vorallem stabil und robust gebaut sein. Wenn hier ein wenig zuviel Spiel in der Konstruktion steckt, näht die Maschine nicht gut, das merkt ihr vorallem “schwierigen” Stoffen.

Unser Fazit

Die b37 und die b38 unterscheiden sich nur in den Äußerlichkeiten. Die b38 hat gegenüber der b37 mehr Zierstiche, 3 Alphabete und einen super praktischen – einen  eingebauten automatischen Fadenabschneider.
Beide Maschinen haben durch ihre Bauweise überzeugt. Deshalb sind die beiden unsere Favoriten unter 1.000,00€.
Ein Obertransportfuß ist für besonders dicke oder elastische Stoffe unabdingbar. Daher bieten wir diese Maschine mit und ohne diesen Obertransport an, achtet bitte beim Kauf darauf.
Übertroffen wird die Bernette dann erst wieder von Bernina.
Hier bewegen wir uns dann aber wieder in einem Bereich von 1.200,00 € aufwärts.

produkte_naehmaschinen_schwaba_naehen_schwaaba_shop_produkte_bernette_38_b38
produkte_naehmaschinen_schwaba_naehen_schwaaba_shop_produkte_bernette_37_b37

Die Aufreger in unserer Werkstatt

ärgerlich und unnötig...

...eine Nähmaschine ist ein ziemlich pingeliger Zeitgenosse.
Wenn ihr ihnen mit einem schlechten und billigen Garn kommt, gibt es Fadenreißen und ein schlechtes Stichbild.
Schaut euch einen Nähfaden mal genau an. Er muss gleichmäßig dick sein, sodass die Fadenspannung der Maschine gut arbeiten kann.
Oben seht ihr einen qualitativ hochwertigen Nähfaden zu sehen und unten das Gegenteil.

verklemmter doppeltet-umlaufender-Greifer

Obwohl der doppelt umlaufende Greifer die robusteste Nähtechnik ist, kann es passieren, dass er durch einen Faden vollkommen blockiert wird.
Dies Blockade ist sehr einfach zu beheben, wenn ihr es richtig macht.
Anschließend den Greifer mit einem Nähmaschinenöl ölt, damit das Mittelteil des Greifers schön leicht und leise läuft.